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Eine Woche Urlaub und du weisst nicht wohin?

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Nächstens eine Woche Urlaub aber noch nichts geplant? Keine Panik! Italien ist immer ein gutes Ziel. Warst du aber schon öfters in Italien und denkst, es gäbe hier nichts neues zu sehen? Gerne begleite ich dich auf deine nächste Entdeckungsreise auf der italienischen Halbinsel und helfe dir, diese zu planen.

In Italien hast du noch lange nicht alles gesehen… Pesaro Urbino; Tipps für deinen nächsten Besuch

Wenn ich in Italien einen neuen Ort oder eine neue Region besuche, stelle ich fest, dass die Entdeckungen in diesem Land nie ein Ende nehmen. Jede Neuentdeckung ist in der Regel der Beginn eines neuen Abenteuers. Genau so ging es mir, als ich die Provinz Pesaro Urbino in der Region Marken besucht habe. Wenn du demnächst eine Woche Urlaub hast und noch nicht weisst, wohin es gehen soll, dann empfehle ich diese Destination.

Lage und Tourismus

Die Provinz liegt in Zentralitalien im Osten und grenzt im Norden an die Region Emilia-Romagna (Rimini) und an die Republik San Marino, im Osten an die Adria, im Südosten an die Provinz Ancona, im Süden an Umbrien (Perugia) und im Westen an die Toskana (Arezzo).

Pesaro Urbino ist also von Touristenregionen und –städte umgeben. Die Provinz selbst hat sich in den Jahrzehnten mit dem Tourismus etwas schwerer getan als die Nachbarschaft. Zwar lebt sie gut davon, kann aber beispielsweise nicht mit den Besucherzahlen der Provinz Rimini mithalten. Dies lag vor allem am mangelnden Marketing, sicherlich nicht an fehlenden Sehenswürdigkeiten. Genau deshalb, weil es viel Verstecktes zu entdecken gibt, lohnt sich ein näherer Einblick.

Dann wollen wir mal mit den Sehenswürdigkeiten der Provinz Pesaro Urbino starten. Los geht’s!
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Pesaro

Beginnen wir mit der grössten Stadt mit seinen ca. 92‘000 Einwohnern. In Pesaro lohnt es sich mit den Strassen des Zentrums anzufangen. Piazza Lazzarini, Via Branca, Piazza del Popolo und Via Rossini führen harmonisch bis an zum Viale Trieste, wo ihr dann am Strand entlang spazieren und das angenehme Klima der Adria geniessen könnt.

Bis dorthin bieten die Strassen des Zentrums nebst natürlich viel Shoppingmöglichkeiten, Bars und Gelaterias natürlich diverse Sehenswürdigkeiten, wie z. B. der Palazzo Ducale, das städtische Museum mit dem berühmten Keramikmuseum, das Archäologische Museum Oliveriano, die Burg Rocca Costanza, ein Paradebeispiel der Wehrarchitektur des 15. Jahrhunderts, und natürlich das Geburtshaus von Gioacchino Rossini, wie es die Via Rossini erahnen lässt, die dem berühmten Stadtmann gewidmet ist. Ihm wurden auch das Konservatorium und das Theater gewidmet, in dem jedes Jahr das „Rossini Opera Festival“ stattfindet, welches Opernliebhaber aus der ganzen Welt anzieht.
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Naturpark San Bartolo und Gradara

Weiter zur Gemeinde Pesaro gehören Richtung Norden auch die Ortschaften Fiorenzuola di Focara, ein malerisches mittelalterliches Städtchen, das von einem hohen Felsen aufs Meer hinunter dominiert, und das ebenfalls auf einem Felsvorsprung erbaute Casteldimezzo, wo noch die Stadtmauern aus dem 13./14. Jh. zu sehen sind. Hier befindet ihr euch im Naturpark San Bartolo. Speziell ist da, dass ihr von hier aus Richtung Norden praktisch bis zur Landesgrenze keine weiteren Felsen aufs Meer finden werdet. Danach ist alles nur noch flach. Vom San Bartolo aus werdet ihr ein ganz besonderes Panorama geniessen können und vielleicht, mit etwas Glück, am Horizont eine kroatische entdecken. Von hier aus geht es weiter in Richtung Gabicce Monte und dann nach Gradara, ein bezauberndes mittelalterliches Städtchen, in dem der Mauerring mit dem grossen Turm noch erhalten ist. Zusammen mit der ebenfalls perfekt erhaltenen Burg bildet er eine nahezu unberührte mittelalterliche Kulisse.

Fano

Auch Fano, die zweitgrösste Stadt der Provinz mit knapp 61‘000 Einwohnern, ist reich an historischen Zeugnissen, wie z. B. der antike Triumphbogen des Augustus und dem Palazzo Malatesta, Sitz des Städtischen Museums und der Pinakothek. Und auch hier natürlich Strand und Meer von Norden nach Süden.

Beste Nüsse aus Italien
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Urbino

Gehen wir nun zu Urbino, die heute ca. 15‘000 Einwohner zählt. Hier blickt man auf eine grandiose Stadt, deren Mauern im 16. Jh. von den Montefeltro erbaut wurden. Ein Beispiel für eine neue Architektur, in der harmonische Proportionen herrschen, ist der Palazzo Ducale, dessen Fassade sich zur Stadt öffnet. Über die breite Ehrentreppe gelangt man in die Nationalgalerie der Marken, in der sich verschiedene wertvolle Kunstwerke befinden. Hier befinden sich u. a. Gemälde von Piero della Francesca, wie z. B. die „Geisselung“, des Raffaels (z. B. „Bildnis einer jungen Dame“) sowie Tizians „Letztes Abendmahl” und „Auferstehung” hängen. Schliesslich lohnt sich der Besuch des Doms und der Festung Albornoz. Natürlich kann man in Urbino auch das Geburtshaus von Raffaello Sanzio besuchen, in dem Kupferstiche und Kopien seiner Meisterwerke zu sehen sind. Wegen seines künstlerischen und architektonischen Erbes aus der Renaissance, das sich harmonisch an die mittelalterliche Vergangenheit der Stadt anschliesst, ist Urbino zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt worden. Nicht zuletzt lohnt es sich einfach die Stadt mit Ihren Studenten zu geniessen, die diese lebhaft gestalten.

Auf den Spuren einer lebenden Rennfahrlegende

Als Motorsportliebhaber kann ich natürlich noch einen besonderen Rat geben. Sagt euch die Ortschaft Tavullia etwas? Sagt euch der Name Valentino Rossi etwas? Ja genau, die lebende Moto GP Rennfahrlegende ist in Tavullia geboren, zwischen Pesaro und Urbino. Und hier der besondere Tipp: Rossi kommt oft seine Eltern besuchen und besitzt im kleinen Dörfchen eine Pizzeria, gleich neben dem Fan Club, wo er ab und zu auch hingeht. Daneben besitzt er auch eine Offroad Piste, in der er regelmässig zwischen einem GP und dem anderen trainiert. In der Regel geschieht dies immer samstagnachmittags. Der Lärm in den Nachbardörfern ist nicht zu überhören. Tavullia lockt aus diesem Grund viele Touristen an, vor allem während des GP’s von Misano, in der benachbarten Provinz Rimini, ca. 20 km von Tavullia entfernt. Dies geschieht in der Regel in der ersten Septemberhälfte und ist definitiv ein Besuch wert.

Weitere Ortschaften, die ich in der Provinz Pesaro Urbino empfehle, sind:

  • Mondavio; mittelalterliches Städtchen mit sehenswerter Burg
  • Montefabbri; eines der schönsten Dörfer Italiens, wunderschönes Panorama auf Pesaro und der Adria
  • Gola del Furlo; Schlucht in der Gemeinde Fermignano

Essen und Trinken

Eine Woche Urlaub in der Provinz Pesaro Urbino bietet dir eine grosse Vielfalt an, was Essen und Trinken angeht. Der Küste entlang isst man natürlich frischster Fisch aus der Adria, am Besten grilliert oder frittiert. Die berühmte Piadina darf dann zwischendurch nicht fehlen. In Urbino gibt es eine Variante mit Ei, die man Cascione nennt. Renommiert sind auch die Weine und das Olivenöl aus der Hügellandschaft. Nicht fehlen darf eine Degustation oder der Kauf des Rohschinkens aus Carpegna, die Gemeinde mit dem höchsten Hügel der Provinz (fast 1’000 Meter), wo einst Marco Pantani seine grössten Erfolge am Giro d’Italia und an der Tour de France vorbereitete. Dieser süsse und doch charakterstarke Schinken findet man in der ganzen Provinz und ist sicherlich eines der drei renommiertesten in ganz Italien.

Folgende Ziele dürfen auf der Idealroute nicht fehlen:

  • Acqualagna; unverzichtbar für alle Trüffelliebhaber. Gilt als die eigentliche Hauptstadt Italiens des Trüffels. Hier findet man das ganze Jahr über Trüffel und im Herbst der begehrte weisse Trüffel. Die internationale Trüffelmesse findet jedes Jahr statt, jeweils letztes Wochenende Oktober und erstes Wochenende November
  • Apecchio; ganz im Westen der Provinz, an der Grenze zur Region Umbrien, empfiehlt sich Apecchio für alle Bierliebhaber (und natürlich auch für die fast unberührte Landschaft). Hier entsteht das beste handwerkliche Bier Italiens, und nicht nur… Das Birrificio Tenute Collesi wurde 2017 bei den World Beer Awards als Sieger für das beste „Belgian Style Dubbel“ Bier gekrönt.

Pesaro Urbino ist also von grosser kulinarischen Vielfältigkeit geprägt und bietet definitiv etwas für jeden Geschmack.

Nun wünsche ich dir eine entdeckungsreiche Woche Urlaub in der Provinz Pesaro Urbino. Nachfolgend findest du die von mir empfohlene Route dafür. Viel Spass! 🙂

Empfohlene Route (5 Tage – ideal für eine Woche Urlaub):

  • Ankunft: Am Vorabend via Autobahn A14 Übernachtung in Pesaro (vor dem Schlafen unbedingt Spaziergang an der Strandpromenade und gelato essen im “Il Gelato Di Alice“)

Hier klicken für Unterkünfte in Pesaro

  • Tag 1: City Tour Pesaro – Naturpark San Bartolo (Stops an Aussichtspunkte und Städtchen Fiorenzuola di Focara und Casteldimezzo) – Gabicce Monte (romantisches Städtchen am Hügel mit Aussicht auf die Adria)

Route:

Übernachtung in Gabicce Mare oder Gradara:

  • Tag 2: Städtchen- und Burgbesichtigung in Gradara am Vormittag – Fano am Nachmittag und am Abend (City Tour und Spaziergang an der Strandpromenade)

Route:

Übernachtungsmöglichkeiten in Fano, hier klicken

  • Tag 3: Mondavio (Burgbesichtigung) vormittags – Gola del Furlo (Schlucht) und Acqualagna (Trüffelstadt) nachmittags

Route:

Übernachtung in Acqualagna, Cagli, Piobbico oder Apecchio (nach Lust und Laune)

  • Tag 4: Apecchio (handwerkliches Bier) vormittags – City Tour Urbino nachmittags und abends

Route:

Übernachtung in Urbino

  • Tag 5: Sassocorvaro (mittelalterliches Städtchen im Montefeltro – Aussicht auf Stausee, Burg) vormittags – Montefabbri (Dorf und Aussicht) und Tavullia (Gegend von Valentino Rossi erforschen) nachmittags – Pesaro (gemütliches Ausklingen)

Route:

Hotels in Pesaro

  • Rückfahrt nach letzter Übernachtung

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